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Lebensfäden aus dem Buch

Lebensfäden aus dem Buch „Gramp. Ein Mann altert und stirbt.

„Eine alte Frau hatte fast zehn Jahre in ständigen Dahindämmern gelebt. Sie verwechselte die Tageszeiten, kannte Menschen ihrer Familie nicht mehr, sprach kaum, aß kaum noch. Ein Sturz mit Oberschenkelhalsbruch, daran anschließend ein kurzes Krankenlager, führte zum Ende. Am Abend des fünften Tages, setzte die Kranke sich kerzengerade im Bett auf (normalerweise bei diesem Bruch nicht möglich), und sie, die zehn Jahre geschwiegen oder nur unverständliche Laute von sich gegeben hatte, betete mit lauter Stimme Wort für Wort das Vaterunser. Dann legte sie sich zurück, faltetet die Hände und schlief hinüber( Fuehrer R. (1950) Zuhause am Krankenbett. Göttingen: Vandenhoek und Ruprecht).“

Diese Beispiel aus dem Buch „Wenn die Dunkelheit ein Ende findet. Terminale Geisteskrankheit und andere Phänomene in Todesnähe“ von Michael Nahm beschreibt ein Phänomen, für das es in der positivistischen Wissenschaft keine Erklärung gibt. In einer Befragung von Pflegekräften und Pflegehelfern erzählten diese von ihren Erfahrungen mit sterbenden Menschen und welche paranormalen Gegebenheiten sie erlebten. Sieben von zehn Pflegekräften erzählten, dass sie häufiger beobachteten, dass Menschen mit Demenz kurz vor ihrem Tode plötzlich geistig klar und nicht verwirrt reagierten und kurz darauf versterben.

Als meine Mutter zunehmend mehr in der Alzheimer Demenz versank, starb nur ihr Ego weg, ihre Seele entwickelte sich umso klarer. Am Ende war die Seele alles, was sie war.

John Diamond

Die Seele ist nicht messbar

In einer Wissenschaft in der nur das erforscht werden kann, was messbar ist, hat der Begriff „Seele“ keinen Platz. Doch zeigt sich, dass sich viele renommierten Wissenschaftler sich zunehmend für einen Paradigmenwechsel in der Forschung öffnen. Sie belegen, dass Phänomene nachweislich existieren, für die nur die Theorie, dass das Bewusstsein endlos ist, eine logische Erklärung liefern kann. Entsprechende Theorien werden inzwischen seriös diskutiert. In dem Standardwerk „Irreducible Mind“ wird von hochrangigen Wissenschaftlern aufgezeigt, dass eine materialistische Idee der Welt, der Wirklichkeit nicht gerecht wird. Die kürzlich veröffentlichte AWARE-Studie konnte das erste mal unter streng wissenschaftlichen Bedingungen den ersten Fall einer Nahtod-Erfahrung bestätigen, für die es keine medizinische Erklärung zu geben scheint. Unser Bewusstsein scheint unsterblich zu sein oder anders ausgedrückt: Die Seele existiert.

Man kann auch mit dem Herzen sprechen

Bild aus dem Film

Bild aus dem Film „Zeichensprache“

Für Anhänger einer positivistischen Weltsicht mag diese Vorstellung lächerlich klingen. Doch halte ich die Existenz einer Seele für wahrscheinlicher, nicht weil ich das glaube, sondern weil ich es für realistischer halte. Ob dies Wunschdenken ist und sich durch kognitive Dissonanz erklären lässt, weil die Angst vor dem endgültigen Tod unserem Denken einen Streich spielt, dem sei gesagt, der kognitiven Dissonanz unterliegen wir alle. Sicher verdanken wir der positivistischen Wissenschaft unzählige Erkenntnisse und Verbesserung für die Menschheit. Ob es deswegen auch menschlicher geworden ist, sei dahingestellt. Was einem die Arbeit mit Menschen Demenz für das Leben lehren kann ist, dass die Werte einer „modernen“ Gesellschaft, wie Effizienz, Materialismus, Schönheitswahn, usw., am Ende des Lebens zur Bedeutungslosigkeit verkümmern. Wer sich darauf einlässt, wird erkennen, dass man mit dem Herzen sprechen kann. Auch wenn die Seele nicht existieren sollte, der Glaube an sie macht das Leben erst lebenswert. Danke!

Ein wunderschöner Film zweier Schwestern im Allgäu, die seit ihrer Kindheit auf ihrem Bauernhof leben und dort liebevoll betreut werden.

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